Das Imperium der Farben des berühmten deutschen Malers und bekanntesten Vertreters des „Phantastischen Naturalismus“ birgt in der Tat ein Füllhorn an Eindrücken, die kaum ein Maler in unserer Zeit so gewaltig inszenieren konnte wie Carl-W. Röhrig.
Wer nur einige der berühmten Kunstwerke Carl-W. Röhrigs kennt, kann nicht umhinkommen, ihn mit bekannten Größen wie Salvador Dali, Max Ernst oder Hieronymus Bosch zu vergleichen. Wenn in seinen Bildern von „Idyllen“ romantisch verlorener Einsamkeit eines Caspar David Friedrichs angedeutet zu erkennen sind, aus denen Röhrig mittels seiner einzigartigen Maltechniken „paradiesische Szenen“ zaubert, ehrt ihn der Vergleich mit diesen Größen als seine künstlerischen Vorbilder.
Man kann als Betrachter – und dem werden Sie, lieber Kunstfreund beipflichten – nicht über die grandios inszenierten Details in brillanten Farben, komponiert aus raffinierten Mischtechniken, Ölfarben und Airbrusharbeiten, einfach schweigen. Man ist gezwungen etwas zu denken, um den Wirbel der Emotionen und rasch wechselnden Farben, Formen und versteckten Botschaften in seinen Bildern zu verarbeiten, so intensiv ist der Eindruck.
Röhrig weckt verlorengegangene Träume über Ästhetik, über die Makellosigkeit der Freiheit, jenes Sehnen, das aus vielen seiner Bilder spricht und die – wie er selbst sagt – ein fortwährender Bestandteil des inneren Strebens aller Menschen ist. Dies erklärt vielleicht seine Popularität: die Betrachter seiner Bilder fühlen sich zutiefst berührt.
Volker von Barkawitz
Herausgeber des Bildbandes "Die Zukunft hat niemals ein Ende - Der Phantastische Naturalismus des Carl-W. Röhrig"
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