Sich nicht weg bewegen können aus Räumen und Situationen, in denen man sich nicht mehr befinden will, ist für mich ein äußerst brisantes Thema.
Der Mensch, der viel Besitz anhäuft, kommt früher oder später zu der Erkenntnis, wie sehr ihn dieser in Verpflichtungen einbindet. Das Eigentum fängt an, sein Leben zu bestimmen, und es könnte sein, dass er feststellt, nicht mehr frei zu sein. Er ist damit beschäftigt, das Materielle zu erhalten, zu sichern oder in Stand zu setzen! Möglicherweise sind solche Erkenntnisse aber eher der Auslöser für die berühmt-berüchtigte sogenannte „Midlife-Crisis“ als sexuelle Torschlusspanik.
Das Gemälde „Frau im Schuh“ (Surrealistische Malerei) aus dem Jahre 1995, erzählt von der schmerzvoll schönen Unfreiheit durch das Modediktat, dem sich die Frauen für uns Männer immer wieder unterwerfen.
Der Mann, der sich danach sehnt, einen großen Wagen zu besitzen und möglichst reich zu sein, gerät des lieben Geldes wegen aller Wahrscheinlichkeit nach in die Situation, sich selbst nicht mehr zu verwirklichen.
Auch ich finde mich in diverse künstlerische Unfreiheiten verstrickt. Beispielsweise erwartet man von mir, den „typischen Röhrig“ hinzuzaubern. Diese Erwartungen neigen dazu, meine künstlerische Freiheit stark einzuschränken. Die Brisanz dieser Thematik ist also auch Teil meines Lebens. Letztlich will ich nicht ein Gefangener meiner eigenen Arbeit werden; denn ich bin überzeugt, dass Kreativität nur aus Selbstbestimmung heraus möglich ist.
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